Hochzeit planen: Was kostet eine Hochzeit?

Jetzt wird geheiratet: Und zwar mit Pauken und Trompeten! Location, Dekoration, Brautkleid, Tafel, Fotograf und Co. Da fragt man (und frau) sich schnell: Was kostet eine Hochzeit eigentlich? Und wie behalte ich die Kontrolle über mein Hochzeitsbudget? Wir haben die wichtigsten Infos zur Budgetplanung und Spar-Tipps für euch zusammengefasst.

Was kostet eine Hochzeit?

Kurz nach der Verlobung geraten viele Paare bei der Planung der Hochzeit in eine kleine Krise. Denn der erste Schritt vor der Organisation besteht darin, den Kosten-Rahmen der Hochzeit abzustecken. Denn schließlich hat jedes Paar ein ganz individuelles Budget. Kurz gesagt: Was kostet eine Hochzeit eigentlich? Eine Studie der Direktbank IngDiba fand 2015 heraus, dass die Österreicher im Durchschnitt rund 4.700 Euro für ihre Hochzeit ausgeben. Und in Deutschland sind es rund 8.200 Euro, die in eine Hochzeit investiert werden.

Die Budgetplanung

Bevor es an die Organisation eurer Traumhochzeit geht, solltet ihr wichtige Fragen beantworten und einen Kostenplan erstellen. So habt ihr von Beginn an euer Hochzeitsbudget im Blick:

  • Wie wollt ihr feiern?
    Standesamtlich und/oder kirchlich? Sollen beide Trauungen an einem oder an verschiedenen Tagen stattfinden?
  • Wie viele Gäste?
    Bevorzugt ihr eine standesamtliche Trauung im engsten Familien- und Freundeskreis oder wollt ihr eine große Prinzessinnen-Hochzeit mit einem riesigen Fest? Unser Tipp: Kalkuliert mit einer Zusagequote von rund 95% der eingeladenen Gäste. Erfahrungsgemäß sagen nur wenige Leute bei einer Hochzeitseinladung ab.
  • Welche Location?
    Schloss, Garten oder Restaurant um die Ecke: Wo wollt ihr feiern?
  • Budget festlegen
    Wenn ihr die wichtigsten Eckpunkte festgelegt habt, geht es an die Kostenfrage. Tragt ihr die Kosten allein? Geben die Eltern etwas dazu? Legt eine Summe fest, die ihr maximal investieren wollt.
  • Budgetplan erstellen
    Jetzt erstellt ihr ein Budget mit allen Ausgaben. Dabei solltet ihr zwischen den Kategorien „in jedem Fall“, „wünschenswert“ und „nur vielleicht“ unterscheiden.
  • Angebote einholen
    Holt Angebote von verschiedenen Anbietern ein und bekommt so ein besseres Gefühl dafür, wie viel was eigentlich kostet.

Unser tietheknot-Tipp: Kalkuliert eine teure und eine günstige Variante. So könnt ihr euch am Ende für eine der beiden oder einen Mittelweg entscheiden.

Was kosten Brautkleid, Location, Essen & Co.?

Eine Hochzeit kann auch gern mal so viel Kosten wie ein Kleinwagen. Wir haben euch eine kurze Liste mit den wichtigsten Kosten zusammengestellt, die auf euch zukommen. Natürlich handelt es sich um Durchschnittswerte, da die Kosten einer Hochzeit sehr individuell sind.

Kleidung Braut (Brautkleid, Schuhe, Schleier etc.): 800 bis 2.300 Euro

Kleidung Bräutigam (Anzug, Schuhe etc.): 500 bis 2.000 Euro

Make-up, Haare: 200 bis 600 Euro

Eheringe: 1.000 bis 2.000 Euro

Location/Raummiete: 500 bis 2.500 Euro

Verpflegung: 50 bis 130 Euro pro Person

Blumenschmuck: 500 bis 700 Euro

Fotograf: 700 bis 2.000 Euro

Papeterie (Einladungen, Tischkarten, Menükarten etc.): 400 bis 600 Euro

Gastgeschenke: ca. 3 Euro pro Person

Standesamt (Eheurkunden etc.): ca. 100 Euro

DJ/Band: 1.000 bis 3.000 Euro

Hochzeitstorte: 300 bis 800 Euro

Auto/Kutsche: 300 bis 700 Euro

Hochzeitsreise: 2.500 bis 4.000 Euro

Unser tietheknot-Tipp: Egal, mit welchem Brautpaar man spricht, die meisten werden euch bestätigen, dass die Feier letztlich doch teurer wurde als zu Beginn geplant. Grund dafür sind meist vergessene Budgetposten. Daher gilt: Beim Gesamtbudget immer etwas Luft nach oben lassen, so dass ihr niemals an die Grenzen eures zur Verfügung stehenden Budgets kommt.

Spar-Tipps für die Hochzeit

Wer bei der Hochzeitsplanung an den richtigen Ecken spart, der kann sich sogar einen Extra-Wunsch erfüllen. Mit diesen Spar-Tipps entlastet ihr euer Hochzeits-Budget:

  • DIY: Warum die Hochzeits-Papeterie bedrucken lassen, wenn Pinterest & Co. schöne Ideen zum Selbermachen liefern? Sucht auf Inspirationen auf Instagram und Pinterest und gestaltet eure Save-the-Date-Karten, Einladungen, Tischkarten etc. selbst.
  • Auch beim Brautkleid kann man sparen: Wie wäre es mit einem Second-Hand- bzw. Vintage-Kleid oder dem Entwurf eines Jungdesigners aus dem Internet?
  • Der Samstag ist immer am teuersten: Wenn ihr euch vorstellen könnt, an einem Freitag oder außerhalb der Hochzeitssaison zu heiraten, habt ihr eine gute Chance bei den Kosten für die Location bzw. bei den anderen Dienstleistern den Preis neu zu verhandeln.
  • Der „Familienfeier-Trick“: Oft wird bei der Bestellung für eine Hochzeit gerne ein Aufschlag auf den Preis verrechnet. Viele Paare bestellen daher Blumen, Torte oder Dekoration für „eine Familienfeier“. Ihr werdet euch wundern, wie oft der Preise etwas günstiger ausfällt.

Linktipp: 20 versteckte Kosten für die Hochzeit

In unserem Service-Beitrag zum Thema „versteckte Kosten“ findet ihr eine übersichtliche Aufstellung über Budgetposten, die bei der Hochzeitsplanung oft übersehen werden.

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Unser Linktipp: „Was kostet eine Hochzeit?“

Ein US-amerikanische Hochzeitsfilmer hat sich in einem informativen Kurz-Videoclip gefragt: „Was kostet eine Hochzeit?“ und ist dabei auf viele spannende Fakten gestoßen. Viel Spaß beim Schauen.

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