Brautschleier: Tipps und Inspirationen

Während der Brautschleier früher vor allem aus traditionellen Gründen getragen wurde, gilt er heute als schickes Accessoire für die Braut. Im Folgenden verraten wir, welche Länge und Art des Brautschleiers für euch die richtige Wahl sind.

Der Brautschleier: Was steckt hinter der Tradition?

Seit dem 19. Jahrhundert ist der Brauch des Brautschleiers weit verbreitet. Schon vorher galt er in vielen Kulturen als Symbol für Jungfräulichkeit und Reinheit. Früher wurde er von der Braut getragen, um sie vor den Blicken fremder Männer bzw. vor bösen Geistern zu schützen. Heute ist der Schleier ein schönes Accessoire für die Braut am Hochzeitstag.

Tipps für den Brautschleier

  • Der Brautschleier sollte eine gute Befestigung haben, damit er im Haar nicht verrutscht. Die meisten Schleier verfügen über einen Kamm, der ins Haar geschoben wird. Hier solltet ihr unbedingt auf die Verarbeitung der Befestigung achten. Ist der Schleier nicht gut am Kamm angenäht, kann sich der feine Stoff lösen.
  • Der Schleier sollte unbedingt auf den Gesamtlook abgestimmt werden. Brautfrisur, Brautkleid und Schleier sollten gemeinsam ausgewählt werden und zusammen passen. Schon beim Probe-Make-up solltet ihr den Brautschleier unbedingt mitnehmen. Bei der Brautfrisur solltet ihr außerdem darauf achten, dass man den Schleier später wieder problemlos entfernen kann (z.B. für die Feier und das Tanzen am Abend).
  • Schleier lassen sich auch sehr schön mit anderen Headpieces kombinieren. Dadurch kann ein eleganter, romantischer und einzigartiger Look kreiert werden.
  • Für größere Frauen eigenen sich lange Schleier (Chapel, Waltz) gut.
  • Am Tag vor der Hochzeit solltet ihr den Schleier aus der Schachtel nehmen und im Badezimmer aufhängen. Die feuchte Luft führt dazu, dass der Stoff aushängen kann. Alternativ könnt ihr den Schleier auf niedriger Stufe (Seide) aufbügeln.

Welche Länge ist die richtige?

Brautschleier gibt es in verschiedenen Längen und Ausführungen. Grundsätzlich gibt es keine starren Regeln für die Auswahl. Dennoch spielen das Brautkleid sowie auch die Brautfrisur eine entscheidende Rolle.

Der kurze Brautschleier

Der kurze Schleier wird von der Braut vor ihrem Gesicht getragen. Dies ist die kürzeste Version des Schleiers. Diese Form des Schleiers wird im Englischen als „Birdcage“ bezeichnet. Er passt zu fast jedem Brautkleid – nur beim ausladenden Prinzessinnen-Kleid solltet ihr lieber einen längeren Brautschleier wählen.

Der kurze Brautschleier: Birdcage

Der kurze Brautschleier: Birdcage

Pouf: Der extravagante Schleier

Der Pouf ist eine besonders extravagante Version eines Brautschleiers. Pouf ist Französisch und bedeutet so viel wie „Bausch“. Wie der Name schon verrät wird der verwendete Tüll gerafft und aufgebauscht. Er passt besonders gut bei eleganten Hochsteckfrisuren. Der Schleier verleiht dem Braut-Look eine besondere Dramatik und kann zu vielen Brautkleidern und Längen getragen werden.

Der Mantilla-Schleier

Der Mantilla-Schleier stammt aus Spanien und besteht aus einem reich verzierten Spitzensaum. Dieser Schleier wird mit einem Kamm im Haar befestigt und liegt eng an Kopf und Schultern an. Dabei ist der Mantilla variabel in der Länge und passt daher gut zu femininen Brautkleidern.

Der Kapellen-Schleier

Der Kapellen-Schleier ist ein sehr langer Brautschleier, der sich über das ganze Kleid legt. Er ersetzt die Schleppe oder liegt auf dieser auf. Mit einer Länge von fast zwei Metern wird er sehr feierlich. Der Kapellen-Schleier wird mit eleganten, aber auch schlichten Brautkleidern kombiniert (z.B. Empire-Kleider oder schmale A-Linien). Für ein ausladendes Prinzessinnen-Kleid ist er nicht geeignet.