Tipps: Hochzeit verschieben oder absagen

Der Hochzeitstermin steht fest, die Einladungen sind verschickt und die Hochzeitsfeier ist bis ins Detail geplant. Doch dann passiert es: Ihr müsst die Hochzeit verschieben oder gar komplett absagen. Welche Gründe sprechen dafür, eine Hochzeit abzusagen oder zu verschieben? Und was solltet ihr dann unbedingt tun? Wir haben euch die 5 wichtigsten Fragen und Antworten zusammengefasst. 

1. Welche Gründe sprechen für das Verschieben oder Absagen einer Hochzeit?

Die Entscheidung, eine Hochzeit zu verschieben oder gar gänzlich abzusagen, trifft kein Brautpaar voreilig oder unüberlegt. Vor allem Todesfälle in der Familie oder gesundheitliche Probleme sind oft genannte Gründe, warum die Hochzeit zum geplanten Termin nicht stattfinden kann. Aber auch höhere Gewalt, insbesondere der Ausbruch von Pandemien und damit einhergehende behördliche Einschränkungen, können zum Verschieben von Hochzeiten führen.

Keine Hochzeit bei einem Todesfall in der Familie

Der Tod eines nahen Angehörigen ist ein erschütterndes Ereignis. Wer um einen lieb-gewonnenen Menschen trauert, dem ist nicht zum Feiern zumute. Daher ist es bei einem Todesfall in der Familie im Vorfeld der Hochzeit nicht verwunderlich, wenn diese abgesagt und verschoben wird.

Hochzeit verschieben: Krankheit als Grund für die Hochzeitsabsage

Eine Krankheit kommt immer ungelegen – vor allem bei einer Hochzeit. Ganz besonders dann, wenn Braut oder Bräutigam erkrankt sind oder einen Unfall hatten. Doch auch Krankheiten im engsten Familienkreis (Mutter, Vater, Geschwister oder Großeltern) können zu einer Absage bzw. Verschiebung führen.

Hochschwanger heiraten: Ja oder Nein?

Auch unerwartete Schwangerschaften können ein Grund für eine Verschiebung der Hochzeit sein. Insbesondere dann, wenn der errechnete Geburtstermin mit der Hochzeit kollidiert. Freut euch in diesem Fall auf euer Baby und verschiebt die Hochzeitsfeier auf später.

Hochzeit absagen aus finanziellen Gründen

Große Hochzeitsfeiern kosten eine Menge Geld. Wenn sich also eure finanzielle Situation ändert – z.B. im Falle einer Arbeitslosigkeit – wird das geplante Hochzeitsbudget für notwendigere Dinge benötigt. Je eher ihr euch für eine Verschiebung oder Absage entscheidet, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Stornierungskosten sparen könnt.

Hochzeit absagen oder verschieben wegen höherer Gewalt

Wenn die Hochzeit aufgrund höherer Gewalt (z.B. große Veranstaltungen werden behördlich untersagt) nicht stattfinden kann, muss die Hochzeit klarerweise verschoben oder gar abgesagt werden. In diesem Fall dürfen keine Stornokosten anfallen, da die Dienstleister ihre Leistung für das Brautpaar nicht erbringen können. Bezahlt werden müssen nur jene Leistungen, die bereits vor der Verschiebung oder Absage erbracht wurden. Dazu gehören z.B. das Brautkleid, der Hochzeitsanzug oder Leistungen des Grafikers für die Hochzeitseinladung.

In unserem Beitrag „Corona & Hochzeit: Tipps und Infos“ informieren wir euch im Detail, was ihr alles beachten müsst.

2. Hochzeit verschieben oder absagen: Was müssen wir beachten?

Die Stornokosten

Müsst ihr eure Hochzeit aus persönlichen Gründen verschieben oder absagen, wird dies in der Regel zu Stornokosten führen. Die Bedingungen und Kosten einer Verschiebung/Absage sind immer in den Vereinbarungen mit euren Dienstleistern angeführt. Bei einer Verschiebung könnt ihr euch mit euren Dienstleistern eventuell auf eine kulante Lösung einigen, die für beide Parteien passt. Bei einer kompletten Absage tragt ihr meist die Anzahlung sowie eventuell fällige Stornokosten. Letztere hängen oft von der Kurzfristigkeit der Absage ab. Wenn ihr euren großen Tag also absagen bzw. verschieben müsst, kontaktiert eure Partner so schnell wie möglich über die Änderung, um zu einer guten Lösung für beide Parteien zu gelangen.

Unser Tipp: Insbesondere bei großen Hochzeiten kann sich der Abschluss einer Hochzeitsversicherung lohnen. 

Gäste schriftlich informieren

Informiert eure Gäste schriftlich, dass die Hochzeit abgesagt oder verschoben wird. Am Schnellsten und Einfachsten geht dies natürlich per E-Mail, SMS oder WhatsApp. Dabei müsst ihr nicht genau darlegen, warum die Hochzeit nicht stattfinden kann. Formulierungen für die Verschiebung oder Absage könnten sein:

„Wir haben uns aus sehr persönlichen Gründen dazu entschieden, die Hochzeit abzusagen.“

„Wir sind sehr traurig darüber, dass wir diesen Entschluss fassen mussten und bitten euch um Verständnis“.

„Verschoben ist nicht aufgehoben. Die aktuelle Situation zwingt uns leider dazu, unsere Hochzeit zu verschieben. Wir geben euch Bescheid, sobald wir einen neuen Hochzeitstermin haben und freuen uns mit euch zu feiern.“

„Bis auf Weiteres: Unser Hochzeitstermin bleibt! Wir warten die nächsten Wochen ab und informieren euch, wie es mit der Hochzeitsplanung weitergeht. Drückt die Daumen und bleibt gesund.“

„Change the Date: Was sein soll, wird immer seinen Weg finden. Daher müssen wir unsere Hochzeit leider verschieben. Bitte haltet euch unseren neuen Termin am _____ frei. Die Vorfreude ist dafür umso größer. Wir halten euch auf dem Laufenden!“

„Change the Date: Unser Ja-Wort ist auf ______ verschoben. Haltet euch diesen Termin frei, um mit uns unsere Hochzeit zu feiern.“

Unser Tipp: Über Canva könnt ihr schnell und einfach ein schönes Bild mit der Absage/Verschiebung selbst gestalten. 

Gäste über eine Hochzeitshomepage auf dem Laufenden halten

Haltet eure Hochzeitsgäste über eine eigene Hochzeitshomepage auf dem Laufenden. Das ist die einfachste Möglichkeit, um eure Gäste über Änderungen und Neuigkeiten zu informieren, ohne immer neue Nachrichten per SMS, WhatsApp & Co. verschicken zu müssen.

Hochzeit verschieben: Änderungen mit Dienstleistern schriftlich festhalten

Sobald es zu einer Verschiebung der Hochzeit kommt, solltet ihr alle Änderungen in den Verträgen und Vereinbarungen mit euren Dienstleistern schriftlich festhalten. Dies kann auch per E-Mail erfolgen.

3. Was passiert mit den Dienstleistern, wenn wir die Hochzeit verschieben?

Sprecht offen mit euren bereits gebuchten Dienstleister über die Verschiebung eurer Hochzeit und sucht nach einer Lösung, die für beide Parteien akzeptabel ist. Habt ihr bereits einen neuen Termin ins Auge gefasst, sprecht mit Fotograf, Visagistin & Co., ob dieser Termin noch frei ist und ob diese zur Not eine Vertretung organisieren können. Folgende Dienstleister solltet ihr dabei auf dem Zettel haben:

  • Standesamt
  • Kirchliche Trauung bzw. Freie Trauung (Pfarrer, Pastor, freier Redner etc.)
  • Location
  • Partyservice bzw. Catering
  • Hochzeitstorte
  • Haar-Styling & Make-up
  • Maniküre & Pediküre
  • Papeterie (Tischkarten, Platzkarten etc.)
  • Floristen (Brautstrauß und Blumendekoration)
  • Musik in der Kirche (Chor, Orgel-Spieler etc.)
  • Band oder DJ
  • Fotograf und/oder Videograf

4. Hochzeitsversicherung: Ja oder Nein?

Viele Versicherungen haben auch eine Hochzeitsversicherung im Portfolio. Diese ist ähnlich gestaltet wie eine Reise-Rücktrittsversicherung. So werden die anfallenden Stornokosten im Falle der Absage einer Hochzeit übernommen. Da insbesondere große Hochzeitsfeiern mit hohen Kosten verbunden sind, ist der Abschluss einer solchen Versicherung empfehlenswert.

Die Kosten für eine Hochzeitsversicherung hängen von den Gesamtkosten der Feier ab. Bei einer 20.000-Euro-Hochzeit wird die Versicherung etwa 300 bis 350 Euro ausmachen. Inkludiert sind dabei in der Regel Tod, Erkankung oder Unfall sowie Ausfall der Hochzeitslocation oder eine verhinderte Anreise. Zusätzlich kann auch der Ausfall von Dienstleistern versichert werden.

5. Die Hochzeit ist abgesagt: Was ist jetzt zu tun?

  1. Termin auf dem Standesamt bzw. in der Kirche absagen
  2. Verträge bzgl. Stornobedingungen und -kosten mit Diensleistern prüfen und über die Absage informieren
  3. Engste Familie (Eltern, Geschwister) über die Absage informieren
  4. Gäste schriftlich über die Absage in Kenntnis setzen
  5. Bei Verschiebung: „Change-the-Date“ versenden und eine Hochzeitshomepage für alle News einrichten
  6. Eventuell: Gäste am abgesagten Hochzeitstag mit einem kleinen Geschenk überraschen; Beispiele: Kleine Fast-Hochzeitstorte, Geschenkkorb für ein Sektfrühstück zu Zweit, Videogrüße vom Fast-Hochzeitspaar, ein Spiel für Paare

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Hochzeit verschieben oder absagen: 5 wichtige Fragen und Antworten

There are 4 comments

  • esos9 sagt:

    Echt ein trauriges Thema irgendwie. Wir hatten auch eine Einladung zu einer Hochzeit, die jetzt sogar um zwei Jahre verschoben wird, weil alle anderen guten Termine schon weg sind. Es ist zwar gut, dass man dann keine Stornogebühren für Location etc. bezahlen muss, aber auch Dinge wie ein Hochzeitsanzug, Brautkleid usw. kosten ja und es nicht garantiert, dass die Sachen zu einem späteren Zeitpunkt noch passen oder vielleicht sind sie auch aus der Mode oder was auch immer.

    • tietheknot sagt:

      Eine Hochzeit zu verschieben ist natürlich immer mit ein wenig Nerven und Schweiß verbunden – bei allen Beteiligten. Daher ist es auch so wichtig, dass man auch die Verschiebung gut plant und mit allen Dienstleistern offen und ehrlich über die neue Situation spricht. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich die Situation im nächsten Jahr wieder entspannen wird.

    • tietheknot sagt:

      Eine Verschiebung um zwei Jahre ist wirklich eine lange Zeit. Das konnte so natürlich vor ein paar Monaten noch niemand erwarten. Ich wünsche euch trotzdem alles Gute bei den Planungen und natürlich am großen Tag. Der große Vorteil: Nun bleibt ausführlich Zeit, um eine grandiose Traumhochzeit zu planen. 🙂

  • Aufgrund der aktuellen Situation und den ganzen Einschränkungen will meine beste Freundin ihre Hochzeit lieber auf nächstes Jahr verschieben. Danke für den Tipp, dass man offen mit den gebuchten Dienstleistern sprechen und gemeinsam nach einer akzeptablen Lösung suchen sollte. Ich werde meiner Freundin raten, mit Fotograf, Partyservice und Standesamt so schnell es geht Kontakt aufzunehmen. Außerdem werde ich ihr diese Liste mit den Dienstleistern weiterleiten, damit sie keinen vergisst zu kontaktieren.

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